Oliver Rohde

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Gegen das Vergessen spielen – Aufführung am 24.10. in Schlitz

Vor wenigen Monaten erst hat sich der Verein „Theater Vielfalt Alsfeld“ gegründet, nun spielt er sein erstes Stück: „Oskar Schindlers Liste“, eine Bearbeitung des berühmten Stoffs fürs Theater von Florian Battermann. Die Akteurinnen und Akteure haben sich mit ihrem Regisseur Dieter Wagner viel vorgenommen – ein Herzensprojekt, wie man dem Theatermacher aus Alsfeld-Liederbach anmerkt. „Der Impuls dazu kam aus unserer Gruppe“, berichtet er, und zwar jener Gruppe, mit der er Anfang letzten Jahres das Stück „72 Stunden – eine Anklage“ aufgeführt hat, das sich mit dem Thema Femizid beschäftigte. „Wir sehen, dass die Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet, dass die Diskussionen sehr hitzig geführt werden und bestimmte Gruppen ausgegrenzt werden.“ Die Geschichte von Oskar und Emilie Schindler, die in der Nazi-Zeit zwölfhundert Menschen das Leben gerettet haben, zeigt, was Menschlichkeit bedeutet und wie man mit Mut und Geduld gemeinsam viel erreichen kann.“ Gemeinsam viel erreichen könnte auch das Motto der Theatergruppe sein: Für das Stück nämlich musste Wagner nicht nur eine ganze Reihe zusätzlicher Akteurinnen und Akteure gewinnen, sondern auch Fördermittel einwerben, Proben- und Spielorte klarmachen, ein Bühnenbild entwickeln, das für die Gruppe umsetzbar und finanzierbar ist, Kostüme heraussuchen, ausleihen oder kaufen und vieles mehr. Nun aber ist die achtzehnköpfige Schauspieltruppe nach vielen Wochen der Proben bereit, um den Menschen rund um Oskar Schindler, die geholfen haben, rund 1.200 Juden auf seiner Liste zu retten, eine Reminiszenz zu erweisen und ihre Leistung in den Vordergrund zu stellen. „Es waren neben Schindler viele Helfer, die hier zusammengearbeitet haben“, erläutert Wagner, „insbesondere ohne die Mitwirkung von Emilie Schindler wäre dies nicht möglich gewesen.“ Und so probten die Akteure und setzen sich immer wieder auch der Brutalität aus, die darzustellen genauso wichtig ist wie das gute Ende – zumindest für die Geretteten. „Eine Wahnsinnsleistung, schon jetzt“, freut sich Wagner, der besonders stolz auf die Bandbreite an Menschen in seinem Team ist: Von sechzehn bis zweiundsiebzig Jahre reicht der Altersdurchschnitt, die Schauspieler kommen aus Alsfeld, Marburg und der weiteren Region. Gespielt wird in Alsfeld, Lauterbach, Schlitz, Schotten und Marburg; vielleicht kommen weitere Spielorte hinzu. Die Premiere fand am 5. September in Alsfeld im Brauereikeller statt. „Wir profitieren ganz erheblich von der Unterstützung der Stadt Alsfeld“, betont der Regisseur und Hauptdarsteller. „Sowohl der Bauhof als auch das Stadtmarketing standen uns tatkräftig zur Seite.“ Darüber hinaus wurde das Projekt u.a. von der Bundesinitiative Demokratie Leben, der Ursula-Wandres-Stiftung, der OVAG sowie Harald und Annabel Schlitt gefördert. Inklusive Pause dauert das Stück circa zweieinhalb Stunden, die nächste Aufführung findet am Samstag, 24.10., um 20 Uhr im Hahnekiez Schlitz statt. Weitere Aufführung sind geplant für Samstag, 7.11., um 16 Uhr in der Festhalle Schotten sowie Freitag, 27.11., 19.00 Uhr in Schwalmstadt-Ziegenhain. Karten gibt es ab sofort im Buchladen Lesenswert in Alsfeld, bei Optik Franke in Schlitz, online bei Eventfrog.de oder über die Website von Theater Vielfalt Alsfeld (www.theater-vielfalt-alsfeld.de).

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Runkelkuhdzen, Musik und Party beim Schlitzer Runkelrübenfest

Wenn kunstvoll geschnitzte Runkelrüben die Schlitzer Altstadt erleuchten, ist es wieder Zeit für eine der besonderen Traditionen der Burgenstadt: das Runkelrübenfest. Am Samstag, 31. Oktober 2026, zieht die Veranstaltung erstmals in das Kulturviertel Hahnekiez. Ab 16 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher dort ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Runkelrüben und geselligem Beisammensein. Auch für das leibliche Wohl ist mit einem vielfältigen gastronomischen Angebot bestens gesorgt. Im Mittelpunkt des Festes stehen traditionell die Runkelrüben, die geschnitzt, beleuchtet und als sogenannte „Runkelkuhdzen“ in Szene gesetzt werden. Sie sorgen am Abend für die besondere Atmosphäre, die das Runkelrübenfest seit vielen Jahren prägt. Volksmusik und Runkelkuhdzen zum Auftakt Ab 16 Uhr öffnen die Stände im Hahnekiez und laden zum Ankommen und Verweilen ein. Das musikalische Programm beginnt um 16.30 Uhr mit den Original Schwarzbachtalern. Der Musikverein aus Hofbieber-Schwarzbach bringt dabei ein abwechslungsreiches Repertoire mit nach Schlitz. Um 18.30 Uhr folgt einer der traditionellen Höhepunkte des Abends: Mit dem Anzünden der „Runkelkuhdze“ wird das Runkelrübenfest offiziell eröffnet. Auch die Kreativität der Rübenschnitzerinnen und Rübenschnitzer wird wieder belohnt. Beim „Schlitzer Runkel Award“ wird das „Goldene Runkelstilzchen“ für die kunstvollste geschnitzte Rübe verliehen. JENNY AND THE GANG sorgt für Partystimmung Ab 20 Uhr gehört die Bühne JENNY AND THE GANG. Die fünfköpfige Crossover-Partyband aus Fulda verbindet aktuelle Charthits mit bekannten Klassikern und bringt dabei Pop, Hip-Hop, Rap und Rock in eigenen Medleys zusammen. Mit ihrem breit gefächerten Repertoire ist die Band regelmäßig bei Stadtfesten und anderen Veranstaltungen in der Region und darüber hinaus zu Gast. Damit geht das Runkelrübenfest am Abend vom traditionellen Teil in eine große Party im Hahnekiez über. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen musikalischen Abschluss freuen, bei dem ausgiebig gefeiert und getanzt werden kann. Gemeinsam schnitzen und die Stadt zum Leuchten bringen Bereits zwei Tage vor dem Runkelrübenfest steht das gemeinsame Schnitzen im Mittelpunkt. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, lädt der Kulturladen Schlitz ab 17 Uhr in die Salzschlirfer Straße 2a zum gemeinschaftlichen Rübenschnitzen ein. Dort können kleine und große Rübenkünstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und zugleich ihre Beiträge für den „Schlitzer Runkel Award“ vorbereiten. Auch Vereine, Parteien und andere Initiativen sind in der Woche vor dem Fest ausdrücklich eingeladen, sich am Rübenschnitzen zu beteiligen. Gemeinsam sollen möglichst viele Runkelkuhdzen entstehen und die Burgenstadt zum Leuchten bringen. Interessierte, die sich beteiligen möchten, können sich per E-Mail an stadtmarketing@schlitz-hessen.de wenden.

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Veranstaltungen

Lesung mit Valerie Riedesel und vorweihnachtlicher Mundartabend mit Franz Habersack im Hahnekiez

Zwei Veranstaltungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch auf ihre Weise Geschichten aus Deutschland erzählen, stehen im November beim Kulturladen Schlitz e.V. auf dem Programm. Am Freitag, 6. November, ist die Autorin Valerie Riedesel mit „Vom Hitler-Bewunderer zum Widerstand“ zu Gast. Zwei Wochen später, am Freitag, 20. November, sorgt Franz Habersack mit „Jösses, Moarré un Josep – Chressdôgsgedaanke“ für einen humorvollen und durchaus eigenwilligen Einstieg in die Weihnachtszeit. Vom Hitler-Bewunderer zum Widerstand Valerie Riedesel widmet sich in ihrer Lesung der Lebensgeschichte ihres Großvaters Cäsar von Hofacker, einem Cousin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Hofacker war zunächst ein Bewunderer Hitlers, bevor er die Realität des nationalsozialistischen Regimes erkannte und schließlich Teil des Widerstands wurde. Riedesel zeichnet diesen Wandel nach und erzählt von Verblendung und Erkenntnis, aber auch von persönlicher Verantwortung und dem Mut, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Die Lesung beginnt am Freitag, 6. November 2026, um 19 Uhr im Kiezkeller der Kulturhalle in Schlitz. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Weihnachten auf Rhöner Art Am Freitag, 20. November 2026, um 19 Uhr geht es in der Kulturhalle dann deutlich heiterer zu. Der Rhöner Autor Franz Habersack nimmt sich in „Jösses, Moarré un Josep – Chressdôgsgedaanke“ der Advents- und Weihnachtszeit an. In Mundart erzählt er von Schlöbbôknörtz, dem mitunter dramatischen Aufstellen des Weihnachtsbaums, skurrilen Bescherungen und anderen kleinen und großen Herausforderungen der besinnlichen Jahreszeit. Unterstützt wird Habersack dabei von den Plattschwatzgirls und Luna. Der Eintritt für den Mundartabend in der Kulturhalle im Hahnekiez beträgt 25 Euro. Für beide Veranstaltungen gilt freie Platzwahl. Alle weiteren Informationen sowie Tickets im Online-Vorverkauf gibt es unter www.eventfrog.de/kulasch.

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Veranstaltungen

Vom Handwerk zur Kunst: Ulrich Barnickel zu Gast in Schlitz

Vortrag am 24. September gibt Einblicke in den Werdegang des international bekannten Metallbildhauers Wie wird aus traditionellem Handwerk Kunst und welche Möglichkeiten können sich aus einer handwerklichen Ausbildung entwickeln? Diesen Fragen widmet sich am Donnerstag, 24. September, um 19 Uhr im Auerhahnsaal der Vortrag „Vom Handwerk zur Kunst – Der Erfolg der Einzigartigkeit – Arbeiten von Ulrich Barnickel“. Der Eintritt ist frei. Im Mittelpunkt des Abends steht der außergewöhnliche berufliche und künstlerische Werdegang von Dr. Ulrich Barnickel. Nach seinem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Schmied und legte später die Meisterprüfung ab. Anschließend studierte er Design und Bildhauerei und promovierte in Philosophie. Das Handwerk blieb dabei stets eine wichtige Grundlage für seine weitere künstlerische Entwicklung. Gerade diesen Weg möchte Barnickel auch jungen Menschen näherbringen. Nach eigener Aussage möchte er mit seinem Werdegang beispielhaft zeigen, dass das Handwerk nicht nur sprichwörtlich „goldenen Boden“ hat, sondern vielfältige Möglichkeiten bietet, sich auf dieser Grundlage immer weiterzuentwickeln und neue berufliche und kreative Wege einzuschlagen. Heute sind 171 Großplastiken Barnickels im öffentlichen Raum sowie in Museen und Sammlungen in zahlreichen Ländern zu finden. Internationale Bekanntheit erlangte er unter anderem mit dem Kunstwerk „Weg der Hoffnung“ am Point Alpha, das sich mit der deutschen Teilung sowie den Themen Freiheit und Versöhnung auseinandersetzt. Der Vortrag bietet die Gelegenheit, mehr über Barnickels persönlichen und künstlerischen Weg, die Entstehung seiner Arbeiten und die besondere Verbindung von Handwerk, Design und Kunst zu erfahren.

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Baufortschritt

Hahnekiez nimmt Gestalt an: Zwei besondere Wochenenden stehen bevor

Im Kulturviertel Hahnekiez gehen die Arbeiten mit großen Schritten voran. In den vergangenen beiden Wochen hat sich insbesondere auf dem Außengelände viel getan. Nach Abschluss des Zisternenbaus wurden weitere Flächen asphaltiert, Wege angelegt und große Bereiche gepflastert. Damit nimmt das zukünftige Erscheinungsbild des gesamten Areals immer deutlichere Formen an. Auch im zukünftigen „Brauhaus Hahnekiez“ schreiten die Arbeiten voran. Während im Außenbereich die letzten Arbeiten laufen, nimmt auch der Innenbereich zunehmend seine zukünftige Gestalt an. In wenigen Tagen soll es schließlich so weit sein: Pünktlich zur Eröffnung des Brauhauses am Samstag, 29. August, präsentiert sich der Hahnekiez damit in neuer Gestalt. Nur eine Woche später bildet das Kulturviertel mit dem Schlitzer Burgenlauf am Sonntag, 6. September, erneut die Kulisse für eine große Veranstaltung. Feierliche Eröffnung des Brauhauses Am letzten Augustwochenende wird die Fertigstellung des Brauhauses gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen aus der Region gefeiert. Am Samstag, 29. August, beginnt die Eröffnung um 17 Uhr. Ab 19 Uhr sorgt Crazy Unplugged für die musikalische Unterhaltung. Dazu gibt es Hausbier und Gegrilltes. Am Sonntag, 30. August, steht ab 12 Uhr ein großer Familientag auf dem Programm. Mit dem Musikverein „Original Schwarzbachtaler e.V.“., einer Zaubershow und einer Hüpfburg richtet sich das Angebot insbesondere auch an Familien und Kinder. Damit soll das gesamte Wochenende Gelegenheit bieten, das neue Brauhaus und den weiterentwickelten Hahnekiez kennenzulernen. Eine Woche später heißt es: Laufen für den guten Zweck Nach der Eröffnung des Brauhauses steht mit dem Schlitzer Burgenlauf am Sonntag, 6. September, das nächste große Ereignis bevor. Der Benefizlauf verbindet sportliche Aktivität mit sozialem Engagement und bringt Menschen aus Schlitz und der gesamten Region zusammen. Die gesamten Anmeldegebühren kommen erneut der Kinderkrebshilfe Schlitz e. V. zugute. Bei der erfolgreichen Neuauflage im Jahr 2024 gingen rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start. Dabei konnten 9.000 Euro für leukämie- und krebskranke Kinder gesammelt werden. Auch 2026 stehen verschiedene Strecken zur Auswahl. Angeboten werden ein 10-Kilometer-Lauf, ein 6-Kilometer-Lauf sowie ein Bambinilauf über rund einen Kilometer. Dabei geht es nicht allein um sportliche Bestleistungen. Die Freude an der Bewegung, das Gemeinschaftserlebnis und die Unterstützung des guten Zwecks stehen im Mittelpunkt. Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen können sich online anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro und fließt vollständig an die Kinderkrebshilfe Schlitz e. V. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es unter www.schlitz.de/burgenlauf.

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Verschiedenes

Neuer Standort für Polizei, Schlitzer Bote und Bürgerbüro

Die Entwicklung des Kulturviertels Hahnekiez in Schlitz nimmt weiter Gestalt an. Mit der geplanten Sanierung und Umnutzung des sogenannten „Gebäudes I“ steht der nächste bedeutende Baustein auf dem ehemaligen Brauereigelände fest. Das historische Backsteingebäude soll künftig die Polizei, die Redaktion des Schlitzer Boten sowie das Bürgerbüro der Stadtverwaltung beherbergen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung stellten Bürgermeister Heiko Siemon sowie die Investoren Martin und Christian Geisendörfer die Planungen vor. „Für ihn sei das ein besonderer Tag“, betonte der Bürgermeister. Nach der bereits abgeschlossenen Sanierung der Kulturhalle, dem Bau der neuen Gastronomie sowie der Anlage von derzeit 83 Parkplätzen folgt nun mit „Gebäude I“ der nächste Entwicklungsschritt. Mit am Tisch saßen auch die künftigen Nutzer des Gebäudes, die sich aus erster Hand ein Bild von den Planungen machten: Polizeipräsident Michael Tegethoff, Thomas Herget, Leiter der Polizeistation Lauterbach, Polizeipressesprecher Christoph Seibert, Tobias Farnung, Chefredakteur und Prokurist der Fuldaer Zeitung (Verlag Parzeller GmbH & Co. KG), Holger Hohmeier, Geschäftsstellenleiter des Schlitzer Boten, sowie Johann Gekkel, Leiter des Bürgerbüros der Stadtverwaltung. Das Gebäude, ein ehemaliger Standort der Flaschen- bzw. Fassabfüllung, mit rund 380 Quadratmetern Nutzfläche wird umfassend modernisiert. Neben klar strukturierten Nutzungseinheiten sind auch gemeinschaftlich genutzte Bereiche wie Besprechungsräume, Teeküche und Sanitäranlagen vorgesehen. Ein zentraler Empfang sorgt künftig für eine verlässliche Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Das Bürgerbüro wird dabei zu einem modernen Dienstleistungszentrum weiterentwickelt und trägt gleichzeitig zur Belebung des Hahnekiez-Areals bei. Die Baumaßnahme liegt im Zeitplan. Ziel ist es, die Arbeiten im ersten Quartal 2027 abzuschließen und den Einzug der künftigen Nutzer zu ermöglichen. Projektleiter Christian Geisendörfer zeigte sich zuversichtlich, dass der Baubeginn im Sommer erfolgen kann und die Umsetzung innerhalb von sechs bis sieben Monaten realisierbar ist. Synergien für Verwaltung, Polizei und Medien Auch aus Sicht der zukünftigen Nutzer bietet der neue Standort zahlreiche Vorteile. Polizeipräsident Michael Tegethoff erläuterte die Beweggründe für den Umzug der Polizei: Das bisherige Gebäude des Polizeipostens in der Schulstraße entspricht neben energetischen und technischem Nachbesserungsbedarfen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne, offene und bürgernahe Polizei. Die neue Lösung sei hingegen ein „Glücksfall“. Der Polizeipräsident betonte, dass der Umzug die weitere Präsenz der Polizei in Schlitz sicherstellt. Die Bürgernähe bleibe erhalten und dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Schlitz gäbe es Synergieeffekte durch die gemeinschaftliche Nutzung von Räumen und Dienstleistungen des Bürgerbüros, die für die Polizei, aber vor allem für die Bevölkerung von Vorteil seien. Zu den zentralen Aufgaben zählen weiterhin Anzeigenaufnahme, Beratung und Opferschutz Auch die Redaktion des Schlitzer Boten sieht im neuen Standort klare Vorteile. Prokurist Tobias Farnung begründete den Umzug unter anderem mit wirtschaftlichen Überlegungen und einer effizienteren Flächennutzung. „Zeitung muss da sein, wo das Leben stattfindet,“ sagte Farnung und betonte die Chancen durch die gemeinsame Infrastruktur und die zentrale Lage. Für das Bürgerbüro schafft der neue Standort dringend benötigte Verbesserungen. Fachbereichsleiter Johann Gekkel nannte insbesondere die bestehende Barrierefreiheit, eine hohe Frequenz sowie Anforderungen an Datenschutz und Parkmöglichkeiten als zentrale Gründe für den Umzug. Gleichzeitig wird die enge Zusammenarbeit mit der Polizei durch die räumliche Nähe weiter erleichtert. Impulse für das Rathaus und das gesamte Quartier Bürgermeister Heiko Siemon sieht in der Verlagerung von Bürgerbüro und Stadtmarketing, das in das Gebäude gegenüber ziehen wird, zudem neue Perspektiven für die Nutzung des Rathauses. „Der Bürgermeister bleibt im Rathaus.“ merkte er mit einem Lächeln an. Abschließend unterstrich Dipl.-Ing. Martin Geisendörfer die Bedeutung des Projekts und dankte für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Investoren bringen umfangreiche Erfahrung in der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude mit. Die Investitionskosten bezifferte er auf „im unteren siebenstelligen Bereich“. Mit dem Projekt „Gebäude I“ setzt die Stadt Schlitz gemeinsam mit privaten Investoren konsequent auf ein bewährtes PPP-Modell und treibt die Entwicklung des Hahnekiez weiter voran.

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Veranstaltungen

Einladung zum Tag der Wirtschaft 2026 im Hahnekiez

Am Donnerstag, den 23. April 2026, lädt die Stadt Schlitz um 19:00 Uhr zum diesjährigen „Tag der Wirtschaft“ in die Kulturhalle im Hahnekiez ein. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr in Kooperation mit der VR Verbundbank eG Lauterbach-Schlitz statt und bietet Unternehmen aus dem Schlitzerland erneut eine Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist der Vortrag von Ralf Kluth, Dozent und KI-Spezialist an der HPI d-school des Hasso-Plattner-Instituts. In seinem Beitrag gibt er spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, beleuchtet deren Auswirkungen auf den Alltag und zeigt Perspektiven für die Zukunft auf. Erstmals wird im Rahmen der Veranstaltung zudem der Unternehmerpreis „Schlitzer Unternehmen des Jahres 2026“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Stadt herausragendes unternehmerisches Engagement sowie besondere Leistungen von Unternehmen aus dem Schlitzerland. „Mit dem Tag der Wirtschaft schaffen wir einen wichtigen Raum für Austausch und neue Denkanstöße. Ich freue mich auf einen erkenntnisreichen Abend und den Dialog mit unseren Unternehmen“, betont Bürgermeister Siemon die Bedeutung der Veranstaltung. Die Teilnahme am Tag der Wirtschaft ist für Unternehmen aus dem Schlitzerland weiterhin möglich. Eine Anmeldung kann online unter www.schlitz.de/wirtschaftstag erfolgen.

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Baufortschritt

Hahnekiez nimmt weiter Gestalt an – Bau der Außenanlagen gestartet

Die Entwicklung des neuen Kulturviertels am Hahnekiez schreitet weiter voran. Mit dem symbolischen Spatenstich für die Außenanlagen hat die Stadt Schlitz nun die nächste Bauphase eingeläutet. Auf rund 7.200 Quadratmetern entsteht ein attraktiver öffentlicher Raum, der Kultur, Gastronomie, Aufenthaltsqualität und ökologische Aspekte miteinander verbindet. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit dem Bau der neuen Gastronomie „Brauhaus“ begonnen, dessen Fertigstellung bis zum Sommer vorgesehen ist. Die Kulturhalle, die Räumlichkeiten des zukünftige Tourismusbüro und das Showlager der Schlitzer Destillerie sind bereits fertiggestellt. Nun folgt die Gestaltung der Außenflächen, die künftig als zentraler Treffpunkt dienen sollen. „Wir werden zunächst die ganzen Flächen bis hin zum Bistro asphaltieren. Die Stellplätze erhalten dann eine wassergebunde Deckschicht. Ab dann werden wir dann alles pflastern“, erklärte Bürgermeister Heiko Siemon. Dabei wird besonderer Wert auf den Erhalt des historischen Charakters gelegt: Der Innenhof wird mit wiederverwendeten Basaltsteinen gepflastert und soll künftig weitgehend autofrei bleiben. Neben Aufenthaltsflächen entstehen auch Angebote für Familien. Geplant sind unter anderem ein Spielbereich für Kinder sowie einer Kaffeeterrasse vor der bekannten Burgensilho uette. Auch ökologische Gesichtspunkte spielen eine wichtige Rolle. „Wir werden sehr viel Grün machen“, betonte Bürgermeister Siemon. Vorgesehen sind unter anderem neue Grünflächen, eine Zisterne zur Regenwassernutzung, E-Ladesäulen sowie eine insektenfreundliche Beleuchtung. Die Gesamtkosten der Freifläche belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, von denen etwa zwei Drittel durch Fördermittel von Bund und Land finanziert werden. „Das Projekt ist eigentlich genau das, was sich ein Städteentwicklungsprogramm wünscht – in eine alte Industriebaracke vor einer Burgensilhouette werden Fördergelder investiert, um den Bereich zu entwickeln“, so Siemon. Durch die Förderung konnte die Stadt die Maßnahme ohne zusätzliche Schulden im Haushalt 2026 realisieren. Mit der Entwicklung des Hahnekiez entsteht ein lebendiges Kulturquartier, das die Innenstadt nachhaltig stärkt und neue Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste schafft.

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Veranstaltungen

Dietrich Faber LIVE – MitGefühl!

🎭 Der Bestsellerautor & Kabarett-Allrounder bringt nächstes Jahr seine brandneue Bühnenshow nach Schlitz – eine explosive Mischung aus Satire, Musik, Parodien und echter Gefühlsshow-Achterbahn. Von Opernarien bis Countrysongs, von Manni Kreutzer bis Karl Lauterbach: Faber schlüpft in unzählige Rollen und nimmt euch mit in seine wunderbar verrückte Gefühlswelt. ⏰ 29. Mai 2026, 19 Uhr 👉 Veranstalter: Kulturladen Schlitz 🎟 Tickets jetzt erhältlich unter: Kulasch – Der Kulturladen in Schlitz in Schlitz | Comedy & Kabarett

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